Hat eine Regierung das Recht mir vorzuschreiben, wie schnell mein Kopf lernen muss? Wieviel kann man in 3 Jahren seinem Wissen hinzufügen?

verfasst von: Morgoth
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Hat eine Regierung das Recht mir vorzuschreiben, wie schnell mein Kopf lernen muss? Wieviel kann man in 3 Jahren seinem Wissen hinzufügen?
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Regelstudienzeit
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Kommentare

Ich denke nicht, dass eine Regierung, die mit einem Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften zu kämpfen hat, das Recht hat, die Studenten durch das Studium zu treiben, denn so bleibt vieles auf der Strecke. Da die Menschen unterschiedlich schnell lernen, brauchen sie auch unterschiedlich viel Zeit um mit dem Pensum zurechtzukommen, wofür sie bestraft werden.

Regelstudienzeiten stellen einen Wert dar, der sich an der Regel orientiert. Allerdings besteht der Alltag aus der Ausnahme der Regel. Ich habe neben dem Studium gearbeitet, eine kranke nahe Angehörige bis zum ihrem Tod gepflegt - sorry, mein Hirn war mit anderen Dingen zu beschäftigt, um die Regelstudienzeit einzuhalten. Ich habe mich für meine o. g. außeruniversitären Aktivitäten zudem immer rechtfertigen müssen.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! "Ja die 3 Jahre ist zu kurz, um wirklich gute leistungen zu bringen und wirklich einer Wissenschaftler zu werden." (Sieht man auch teilweise an der Rechtschreibung einiger Leute hier). "Bildung" ist heute garnicht mehr darauf angelegt wirklich innovativ und gesellschaftlich fortschrittlich zu sein. Wir sollen nur verwertbar sein für Wirtschaft und Nation. Es geht nur um Wachstum. Aber wir leben in einer endlichen Welt.

Lieber Gast,

ich möchte dich bitten solche Bemerkungen wie "Sieht man auch teilweise an der Rechtschreibung einiger Leute hier" zu unterlassen, da durch solche Äußerungen ein fairer Dialog nicht gewährleistet werden kann.
Vielen Dank :)
Laura (Moderation)

ausreichend freiräume und bestimmen des eigenentempos ist essenziell, um selbst denken zu lernen!

Ja die 3 Jahre ist zu kurz, um wirklich gute leistungen zu bringen und wirklich einer Wissenschaftler zu werden.

Prinzipiell ist gegen eine Reglementierung nichts zu sagen. Wer länger braucht sitzt halt länger in der Bib.

Ich sehe das Studium nicht als Berufsausbildung sondern als eine Gelegenheit, mein Wissen in den Gebieten zu bereichern, die mich interessieren und dieses auch anerkannt zu bekommen. Leider findet diese Einstellung unter dem zunehmenden Leistungsdruck kein Gehöhr.

Ich habe jetzt schon für meine beiden Fächer gehört, dass das Studium in der Regelstudienzeit kaum abzuschließen ist und das in der Vergangenheit auch eher die Ausnahme war.

Ich finde die Politik mischt sich in diesem Lande viel zu viel in Dinge ein, wo sie nichts verloren hat. Es ist Schwachsinn, Leuten vorzuschreiben wie schnell sie zu lernen haben. Sowas macht Druck aber ist es letztlich effizienter als wenn man die Menschen frei lernen lässt ? Wohl kaum. Ein bisschen Druck ist gut, aber zuviel (was der Fall ist) ist deutlich kontraproduktiv. Früher gabs auch keine Vorschriften, trotzdem entwickelte Deutschland viele große Denker !

Die die das beschlossen haben, haben alle noch fein auf Diplom studiert. Von denen wurde KEINER in 3 Jahren durch das Studium gejagt. Die hätte doch keiner eingestellt

Ein Orientierungsrahmen ist schon wichtig, denn er motiviert, das Studium schneller voran zu treiben. Zugleich bedeutet dies aber auch einen enormen Druck, da man sich immer mit anderen Studenten vergleicht. 6 Semester Bachelor-Regelstudienzeit in Duisburg für BWL sind allerdings utopisch, weil Klasuren nur 1/2-jährlich angeboten werden!

Der Politik geht es nur darum, die Leute möglichst schell ins Berufsleben zu bekommen, damit sie schneller in die Sozialkassen einzahlen. Kürzeres Studium bedeutet zudem weniger Bildungsausgaben.

Meiner Meinung nach nicht aber Bachelor und Bafög verlangen es. Was können wir Studenten an solch einer Fremdbestimmung ändern?

Regierung kann schon kein Recht haben, da sie wohl nie persönlich auf BA studiert hat. Sind doch alles Dipl. XX, Staaties!!!

Dozenten meinen ja selbst, wenn sie sich mal äußern. Lieber langsamer und besser, als schneller und schlechter studieren. Aber wer auf Förderung angewiesen ist, hat wohl hier keine Wahl, als zum Fachidioten zu werden. 3 Jahre und gut!!

Meine Berufsausbildung, meine interne Weiterbildung und meinen Meister mache ich auch nicht mal eben in 3 Jahren!!!

Nicht genug, um auch nur annähernd kompetent ins Berufsleben zu gehen.

Ich werde es niemals in 3 Jahren schaffen. In meinem Fall sind im privaten Bereich einige Schwierigkeiten eingetreten und das Arbeiten neben dem Studium macht es mir unmöglich in 3 Jahren fertig zu werden. 3 Jahre können nicht für jeden gelten.

Das Recht sollte sie nicht haben, trotzdem wird die Dauer genau vorgeschrieben.
Ich werde richtige Probleme bekommen, wenn ich die Regelstudienzeit überschreite, v.a. finanziell.
Wie soll man da mit diesem Druck, noch Freude an Wissen haben?

Regelstudienzeit gibt es auch bei mir und die als verbindlich suggerierte Vorgabe die schriftliche Hausarbeit spätestens im sechsten Semester der Regelstudienzeit anzumelden.

Münster, Jura: Nein, hat sie nicht und kann sie auch nicht!
Die verantwortlichen Stellen sollten mal darüber nachdenken, ob es wirklich sein muss, dass man als Jurastudent so viele verschiedene Rechtsgebiete ansatzweise beherrschen muss, in allem nur ein Halbwissen hat und nichts richtig vertieft hat bzw keine guten Grundlagen geschaffen hat. Weniger ist oft mehr!!

Nein, lernen ist individuell, subjektiv und organisch.
Die Regierung macht das Kurrikulum - aber mit dem unterliegenden Verständnis, dass es machbar sein muss.
Dies ist nicht der Fall. Der Bachelor braucht eine längere Zeitspanne. Und warum musste der Magister weichen? Ist tiefgehendes Hintergrundwissen auf einmal out?
Der Wechsel von "lernt was euch interessiert, so lange ihr wollt" viel zu schnell zu "lernt DAS, JETZT, in DIESER Zeit". Die gesteckten Ziele sind unrealistisch.

Ja, aber die finanziellen Rahmenbedingungen müssen dafür gegeben sein. Auszubildende erhalten ein Ausbildungsgehalt, Studierende nicht. Es muss deshalb mehr Regelstudienzeit eingeräumt werden, da Studierende auf Nebenjobs/Berufstätigkeit und andere Finanzierungshilfen angewiesen sind.

mit wissenschaftlichem Arbeiten hat das sowieso nichts zu tun, was wir machen, aber nur einen Schein nach dem anderen abreissen und creditpoints erjagen ist absurd; was hat das überhaupt noch mit Lernen zu tun?

Studieren kostet den Staat eine Menge, deshalb kann er auch erwarten, dass man ernsthaft studiert.

Im Grunde versucht doch jeder nur irgendwie seine CPs zu bekomm und irgendwie durchzukommen. Wobei das eigentlich nur für die Studenten zutrifft, die Bafög bekommen. Wer reiche Eltern hat und das Studium bezahlt bekommt, kann den BA auch in 6 Jahren machen. Wenn das nicht ungerecht ist, weiß ich auch nicht!

ganz viel ökonomischer und anderer sch+++ der mich zu einem fantastischen rädchen im getriebe macht, der mich aber leider nicht lehrt wie ich kritisch denke und mich evtl auch manchmal tief in themenkomplexe einarbeite. ganz großes kino...meiner meinung nach hat sie das nicht- aber wir sind ja hier in fortschrittsland deutschland und wirtschaft zählt

Es sollte eher darauf geachtet werden, den Studieninhalten MEHR Zeit zu geben als darauf, die Studienzeit zu verringern. Die Qualität des Wissens leidet, die Möglichkeit anders mit den Inhalten umzugehen als sie nach Klausurrelevanz sortiert zu pauken ist derzeit nicht gegeben. Innovatives Denken oder, anders gesagt, kritische Auseinandersetzung ist in diesem System ein ungeheurer, für Studierende im Allgemeinen nicht erreichbarer Luxus geworden. Das hat fatale Auswirkungen auf unsere Demokratie

Das Mathematikstudium in Bonn wird eher zu voll gepackt. Jeder spricht nach ein oder zwei Semestern davon, alles wieder vergessen zu haben.

Denn für Leute die sich erst später für ein Studium entscheiden ist es sehr schwer mit zu kommen. Vor allem wenn lange aus der Schule ist und der Unterrichtsstoff nicht so weit war wie er jetzt erwartet wird, so das man ne große Lücke füllen muss!!

hat KEIN recht dazu

3 Jahre sind zwar schaffbar, dennoch wär es angenehmer, wenn die Regelungen etwas lockerer wären.

... und ja. Ein zügiger Abschluss bringt der Gesellschaft mehr als Dauerstudenten. Das Problem ist dabei ein Maßstab der nicht auf alles passt! Das Diplom war vom Selbstverständnis der Studenten und der ganzen Fachrichtung mit Sicherheit nicht von Dauerstudis geprägt. Hier eine zeitliche Drohkulisse vorzugeben nimmt Ing und NaWis die Zeit theoretisches Wissen nützlich umzusetzen. Hatte ein Bill Gates einen BA oder Zeit nachzudenken? Die Regierung hat das Recht, es ist aber nicht immer schlau.

Prinzipiell kann sie schon ein gewisses Tempo im kostenfreien Bildungsangebot verlangen, sollte aber dann auch sicherstellen, dass dies auch möglcih ist!!!

Vieles ist zum "Demenztraining" verkommen. Ewig studieren will man allein aus dem Grunde nciht das der Arbeitsmarkt es nicht gerne sieht. Druck von der Politik ist da unnötig.

der bachelor richtet sich nicht nach einem ffreiheitlichen studium...klar sollte man nicht zu lange studieren, aber drei jahre sind nichts, wenn man kein bafög bekommt und arbeiten gehen muss nebenher

die idee des studiums ist es dem studenten freiräume zu eröffnen um selbstständig sein wissen zu erweitern. zudem spielt der praxisbezug eine große rolle weswegen es empfehlenswert ist während des studiums einer praxisbezogenen beschäftigung nachzugehen. in welchem verhältnis hierbei lernaufwand und praxisbezogener arbeitsaufwand steht sollte jeder selbst entscheiden!

Man kann sich innerhalb von wenigen Wochen eine Menge in den Kopf prügeln...was davon drin bleibt ist eine andere Sache. Wenn unsere Regierung es vorsieht schmalspur-Akademiker zu produzieren sind 3 Jahre völlig ausreichend...für mehr aber auch nicht!

man kann seinem wissen einiges hinzufügen, ob es allerdings ausreichend auf den Beruf vorbereitet ist fraglich... dass die Regierung vom grünen Tisch weg Entscheidungen zu "Regel"studienzeiten trifft ist bestimmt nicht förderlich für eine wachsende und reifende akademische Wissenskultur!

Durch das gesamte Bachelor/Master System wurde das Bildungsideal schmählich verraten! Im Studium wird einem kein Freiraum gelassen seine eigenen Interessen zu pflegen oder zu vertiefen, obgleich eine gelockerte Regelstudienzeit, meines Erachtens nach, notwendig ist.

Regelstudienzeit ist bestimmt auch sinnvoll, aber setzt Studenten enorm unter Druck ( vor allem durch das Bachelor-Master-Modell) und lässt nicht genügend Raum seine Interessen frei zu entfalten.

es ist kaum möglich den architektur-bachelorstudiengang in regelstudienzeit zu schaffem,was man jedes semester an den wenigen asolventen sieht

Ich dachte, dass ein Studium auch für die Entfaltung und das generelle Weiterbilden gedacht wäre. Mit Bachelor/Master ist es das aber nicht mehr. Und die, die das entschieden haben, hatten noch das Diplom oder Magister. Die hatten es gut. Warum sollte es dann unbedingt anders sein? Es gab ja auch noch Alternativen, z.B. 4 Jahre BA. Weniger aber intensivere Kurse, mehr Freiraum für Entfaltung...

Die Muße (sowas soll es beim Studium meiner Eltern noch gegeben haben) beim Studieren geht völlig verloren , alles muss schnellstens erledigt werden, immer muss alles im Stundenplan eines Semesters untergebracht werden,man darf nicht rechts und links gucken, man hastet durch die Uni, durchs Wissen, neben Menschen vorbei, statt mittendrin die Ohren für was anderes aufzuhalten.

Nicht jeder Mensch lernt gleichschnell, dabei sollte doch jeder die chance haben sich weiterzubilden.

Jeder lernt unterschiedlich

3Jahre sind meistens nicht ausreichend und es geht nur durch Prioritäten setzen

Um Abschlüsse vergleichbar zu machen, braucht es denke ich gewisse Normierungen.

Nicht, wenn sie am Ende Qualität erwartet.

Letztlich ist das nur konsequent. Die Massenuni war und ist gewollt. Das kostet eben. Wenn heute jeder Idiot auf die Uni gezerrt wird und das Abitur ein Witz geworden ist, muss die Gesellschaft eben den Preis dafür bezahlen.

Ja, hat sie. Zumindest, wenn sie deine Ausbildung bezahlt.