BA und MA lassen nicht ausreichend Zeit für soziales Engagement. Studentenvereine leiden unter Mitgliederschwund. Soft Skills adé!

verfasst von: Morgoth
Neben dem Wissenschaftsministerium können auch Studierende neue Thesen oder Themen einstellen. Hier kannst Du sie bewerten und kommentieren.
Thema 5 von 26 im Schlagwort: Sonstiges
These: 
BA und MA lassen nicht ausreichend Zeit für soziales Engagement. Studentenvereine leiden unter Mitgliederschwund. Soft Skills adé!
Schlagwort: 
Sonstiges
vorheriges Themanächstes Thema

Kommentare

Ich bin darüber froh gerade so genug Schlaf zu bekommen, einmal die Woche eine Stunde Sport machen zu können, ohne, dass Schlaf dafür draufgeht, aber ich komme nicht mehr dazu, was für den Verein zu machen, indem ich eigentlich freiwillig tätig bin und das schaff ich noch nicht mal trotz freier Zeiteinteilung!

Alles eine Frage der Orga und des Willens.

Bei Bewerbungen für Praktika nach dem Studium werde ich immer nach "ehrenamtlichen Tätigkeiten" gefragt. Ich würde mich wirklich gern sozial engagieren aber wo soll ich die Zeit her nehmen? Studium und Arbeit lassen mir nicht einmal mehr Zeit für Hobbies.

True Stroy :/

Ich bin froh, dass ich wenigstens ein bisschen Zeit zum Schlafen finde.
Lust auf soziales Engagement habe ich schon, aber es ist einfach keine Zeit dafür.

Wer will sich schon zusätzliche Arbeit in der Fachschaft etc. machen wenn man nicht mal Zeit für seine Freunde hat oder Hobbies zum Ausgleich machen kann.

Soft Skills sollen im Studien Integrale gelernt werden?
Das Klischée vom Party-Studenten ist zwar erfüllt - aber ich bezweifle das irgend einer auf der Party seinen BA in Regelstudienzeit schafft.
Man kann sich entscheiden: Sozial unvorbereitet in den Arbeitsmarkt eintauchen oder ein Sozialleben haben und vielleicht gar nicht erst ins Becken dürfen (keinen Job kriegen).
Wer sich Studentisch organisieren will muss wohl Pausen-Semester einlegen und zum berühmten 26-Semester Studi werden.

Eine traurige Tatsache

Wenn man in der Regelstudienzeit fertig werden will. JA

habe mich zu einer studenteninitiative angemeldet, war aber noch nicht einmal bei den treffen, weil ich mich nach der uni direkt ans nacharbeiten setze

unsere Fachschaft Angloamerikanische Abteilung löst sich gerade auf, weil alle ihren Magister machen oder blöderweise wegen des tollen Latinums durchgefallen und nun in Bachelor wechseln mussten. Ist wohl für gewisse Leute, die davon profitieren, dass Studenten sich nicht mehr längerfristig organisieren können, ein glücklicher Verlauf...

Keine Chance.

stimmt vollkommen. BA und MA lassen nicht einmal Zeit für Berufserfahrungen, geschweigedenn für soziales Engagement. Aber es geht dabei doch nicht um soft skills und wirtschaftliche Verwertbarkeit, es geht um unsere Gesellschaft für die es dringend nötig ist, dass sich mehr Menschen einmischen.

kann ich nur zu stimmen, zu viel Zeit für Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichtsstoffes!!

kann ich nur zu stimmen, zu viel Zeit für Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichtsstoffes!!

Wenn man in Regelstudienzeit alles schaffen will, ist ein Ehrenamt nicht drin. Ebenso sind Fachschaften und Praktika nur schwer einzubauen!

Das ist richtig. Durch mein Chemiestudium bin ich schon im Ersten Semester meistens von 8-18 Uhr in der Uni und muss anschließend noch nacharbeiten. BA und MA haben nicht das gebracht, was sie eigentlich bringen sollten.

Ist man Student, hat einen (zwei) Job(s) und macht auch noch Sport ist der Tag ganz gut gefüllt. Ein Problem vom BA/Master ist definitiv, dass man sich Fachidioten züchtet. Schon komisch, dass mir in der Schule gesagt wurde man muss über seinen Tellerrand schauen können, und dass das im Studium jetzt praktisch erst mal vergeudete Zeit bedeutet...

Es sind sicherlich Studierendenvereine gemeint! Und Zeit kann sich jeder ungehindert nehmen. Nur wird ihm dann ein schlechtes Gewissen deswegen gemacht!

Leider ist tatsächlich mit dem "Systemwechsel" in unserer Fachschaft ein "Personalrückgang" eingetreten. Auch ich hätte gerne mehr Zeit für Aktivitäten neben den regulären Veranstaltungen. Soft Skills sind in meinem Bereich (sozialwissenschaftlich) häufig auch Hard Skills.

wir Studenten werden zu asozialen Leistungsmarionetten ausgebildet! wobei asozial im Sinne von nicht zu sozial integrierten Individuen gemeint ist...

Früher habe ich mal wirklich was getan in meiner Freizeit. Jetzt geht das garnicht mehr. Bin eigentlich nur am Referate vorbereiten oder Praktika machen oder am Arbeiten, wenn ich nicht in der Uni sitze. Ist wirklich schade... naja wenigstens in der Fachschaft engagier ich mich - da hat jeder Verständnis, wenn man mal 1 Woche nicht kommt bei Zeitproblemen.

BA und MA lassen zeit für nichts

Es ist sehr schwer noc nebenbei ein Ehrenamt zu haben oder sich in einem Verein zu engagieren. Es ist einfach keine Zeit dafür. Und nur in den Semesterferien etwas zu machen ist nicht fäir, da die Arbeit über das ganze Jahr anfällt und man so auch en Anschluss verpasst und in nur knap 3-4 Monaten im Jahr gar nichts gutes organisiert bekommt.

Entspricht meinen Erfahrungen.

auf jeden Fall:; Es lebe das Scheuklappendenken

Das Problem scheint mir eher, dass wir alle zum Egoismus erzogen werden. "Wer auf dieser Rennbahn bestehen will, kann sich keine Schwächen wie soziales Engagement leisten," so scheint das. Da ist auch so eine Skepsis gegenüber Gruppen ganz allgemein.

Ich glaube, das hängt mit einer mangelnden studentischen Identität zusammen: wir stehen als Gruppe für gar nichts mehr. Und da wir nicht mit einer Stimme sprechen können, kann die Politik mit uns auch machen, was sie will.

Ja, aber auch andere Vereine wie Jugendverbände!! In meinem Jugendverband sind mittlerweile fast alle Studenten weg, und ein paar wenige engagieren sich nur noch recht selten.

Das stimmt, ich habe mich von Sportvereinen und ähnlichen Aktivitäten zurückziehen müssen, weil es mit meinem Semesterplan nicht zu vereinbaren war.

Wer sein Studium nicht um mehrere Semester verlängern will, hat kaum Zeit für was anderes wie soziales Engagement. Es ist wirklich ein full-time-job

Ich musste meine Mitgliedschaft im Swingerclub kündigen. Sehr schade.

Und was soll dann erst aus der Generation werden die selbst in der Schule schon durch die 12 Jahre + Mittagsunterricht weder Zeit für soziales noch Sport hat.

Sehr guter Kommentar

Die Einschätzung teile ich unbedingt! Ich erlebe es selbst und höre es auch von anderen: Ehrenamtliches oder politisches Engagement werden zurückgefahren oder aufgegeben und auf "später" aufgeschoben. Auch die Aktivität im privaten Umfeld lässt oft nach.

Schade und unbefriedigend.

Musste meine ehrenamtliche Tätigkeit bei den Pfadfindern aufgeben.

Das trifft bei unserer Fachschaft voll zu. Als ich anfing hatten wir rund 60 Engagierte. Jetzt bleiben 10.

Dem kann ich zustimmen, ich habe mich früher gerne engagiert, im Studium fehlt mir dazu die Zeit, wenn ich mein Bafög behalten will.

haha... Zitat eines Profs wegen Vereinsverbindlichkeiten und (schlecht geplanten) Vorlesungszeiten: "Sie haben von morgens 8 bis abends 8 Pflichtveranstaltungen. Die Zeit zwischen 8 und 8 steht Ihnen zur freien Verfügung!"

wobei man leider auch viele eher zu sozialem engagement motivieren muss... ich lass mich von meinen sozialen aktivitäten nicht abbringen, dann muss halt das studium länger dauern. leider leiden doch viele an sozialer unreife... :(

Meine Mitgliedschaften sind auch nur auf das reine Zahlen der Beiträge und der Zurkenntnisnahme der Newsletter reduziert worden.

wird sich langfristig rächen. Studenten können gut reproduzieren aber nicht selber denken, schaffen etc

Dabei könnte man soziales Engagement so hervorragend in Schlüsselqualifikationsmodule integrieren... aber dann gibts ja weniger Credits für überflüssigen Stoff...

Ja, stimmt. Und es ist eine gruselige Entwicklung, die sich hier abspielt, wenn nur noch auf den perfekten Lebenslauf hingearbeitet wird und soziale Komponenten allenfalls als soft skill-Addons "weil mans ja braucht" dem Lebenslauf hinzugefügt werden. Das ist das langsame Ausbluten von gesellschaftlichem Engagement, was so gerne in Neujahrs- und Wiehnachtsansprachen gefordert wird.

Bei 20h +Xh Vor- und Nachbereitungszeit und einem Nebenjob ist soziales Engagement unmöglich

Entweder in einen Verein oder mein Studium leidet, tolle Wahl...

Ich würde mich gerne an Aktivitäten beteiligen, die nichts direkt mit Studienleistungen zu tun haben, aber das ist zeitlich nicht mehr möglich!

Wo soll man neben den lernen noch zeit haben? ich finde die lücken nicht.

Hinzu kahmen die Studiengebüren -> Studentenjob. Aber jetzt da das vorbei ist bleibt das größere Problem noch: das Studium ist zu schwer.

Absolut!

Wer sich engagiert, dessen Studium leidet!
In den technischen Fächern ist der geforderte Zeitaufwand so hoch, dass man teilweise abwiegen muss:
kann der Soft-Skill-Bonuspunkt (für das, wo ich mich wirklich gerne gesellschaftlich einbringen würde) die schlechteren Noten bei einer Bewerbung ausgleichen