Bei Anerkennungsverfahren prüft die Hochschule, ob gleichwertige Kompetenzen erworben wurden – nicht Studieninhalte

verfasst von: Wissenschaftsministerium
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Bei Anerkennungsverfahren prüft die Hochschule, ob gleichwertige Kompetenzen erworben wurden – nicht Studieninhalte
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gleichwertige Kompetenzen
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Kommentare

"Kompetenz" ist Wissenserwerb, also stumpfes lernen nicht Bildung! Da kann die Hochschule prüfen was sie will...

Wenn die Hochschule sich wirklich die Mühe machen würde. Tut sie aber nicht. Ich wurde eingestuft ins 5. Fachsemester (Regelstudienzeit 6!) um dann - nachdem das erste Semester fast vorbei war - festzustellen, dass ich mehr als die Hälfte der Module doch noch machen sollte.

Die Hochschule kennt doch nur ihrer Welt. Selbst bei gutem Willen ist diese überfordert - doch den guten Willen gibt es meiner Erfahrung nach ohnehin nicht.

Nein.

Ich habe eher das Gefühl, dass es willkürlich geschieht. Angeblich um die Qualität der Lehre zu erhalten, was nichts über die Kompetenz der Studenten aussagt.

Es geht nicht um Kompetenzen sondern definitiv um Studieninhalte und wenn der entsprechende Dozent gerade mehr Wert auf einen andern Schwerpunkt setzt und der nicht so ausführlich behandelt worden ist gibt es keine Anerkennung, meine Erfahrung.

Sie prüft schlicht Inhalte!!! Kompetenzen sind irrelevant für sie.

Jaa.... denn sonst bewegt sich die Hochschule ausserhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen?

Abgesehen davon sollte man erstmal klar definieren, was Kompetenzen und was Studieninhalte sind. Das wissen nichtmal die Akkreditierungsagenturen, wenn man sie in einem Akkreditierungsverfahren danach fragt.

Nicht in meinem Fall.

Es ist schon interessant, wenn jemand, der jahrelang beruflich im Labor tätig war und dann beginnt zu studieren, auf einmal im Einführungskurs zur Laborkunde sitzt.

Ich habe vor dem Studium eine 3,5 jährige Ausbildung zur Chemielaborantin gemacht und dann weitere drei Jahre aktiv im Labor gearbeitet. Meine Ausbildung habe ich bereits an einer Hochschule gemacht und dabei sämtliche Übungen, Praktika und Klausuren begleitet ... es wird dennoch nichts anerkannt.

Es wird lediglich die Gleichheit der Leistungen in Bezug auf die eigene Studienordnung geprüft, nicht die tatsächliche Kompetenz!

NEIN! Nicht die Kompetenz wird geprüft, es wird nur angesehen, was in den Seminarplänen steht. und wenn ein Punkt fehlt, wird die ganze Leistung nicht anerkannt. Und man darf sich der Anwesenheitspflicht sei dank noch einmal 1 Semester von Themen geben, die man schon bis zum abwinken durchgekaut hat.

es geht ausschließlich um Studieninhalte

es intressiert niemanden, was überhaupt gemacht wurde. solange es im detail von den hochschulinternen veranstaltungen abweicht, kann man die anerkennung vergessen - meine erfahrung.

Zumindest die Uni Köln nicht, da weiß die eine Hand nicht, was die andere tut...

geprüft werden Inhalte und erworbene CPs

alles recht schwierig undundurchsichtig

Hier waren die vom Prüfungsamt der Uni Köln kulant.

eher ja

Es wird geguckt ob er diese Klausur oder das jeweilige Modul schon bestanden hat und ob am vorherigen Studienort das Modul genau den selben Umfang hatte. nicht mehr nicht weniger

Von Seite der Lehrenden aus läuft die Anerkennung m.E. sehr unkompliziert, das Prüfungsamt jedoch würde am liebsten nur Veranstaltungen anerkennen, deren Titel möglichst wortgleich ist mit den hiesigen (überspitzt formuliert)

Ist in der Praxis nicht so. Die Fächer kennen sich doch gegenseitig gar nicht. Zudem: wie will man denn Kompetenzen ermitteln? Was vorliegt, ist ein Schein mit einem Stempel drauf und dem Namen des Themas.

Die Hochschule ist auf die sog ECTS Points angewiesen. Da diesen von Land zu Land und sogar unter den Hochschulen innerhalb Deutschland variieren, wird mehr auf die Studieninhalte geachtet umein Vergleichskriterium zu haben.

schön wär's! nichteinmal die rahmenbedingungen dafür werden rechtzeitig geschaffen! In der Uni DU-E hat man erst zum WS 11/12 den BA - MA Lehramt eingeführt..

Das wäre Traumhaft. "Gleichwertigkeit liegt vor, wenn die Leistung in Inhalt, Umfang und Anforderungen denjenigen der anerkennenden Hochschule im wesentlichen Entsprechen." Kompetenzen sind ein Fremdwort. Man muss zum Abschluss gewisse Dinge "gehört haben"

das wäre schön, wenn es so wäre. Da viele Hochschulen bzw. die Modulverantwortlichen dieser Hochschulen es immer noch nicht schaffen, Kompetenzen von Inhalten zu unterscheiden, gibt es hier große Defizite. Außerdem lassen sich natürlich Inhalte viel einfacher als Kompetenzen vergleichen.

Wenn sie etwas prüfen dann die Studieninhalte aber nicht die Kompetenzen.

Sogar die Titel müssen gleich sein

Konkreter Fall: Psychologie Student (studiert in den Niederlanden) will die Uni wechseln um näher bei seiner hochschwangeren Freundin zu sein. Wird ihm unmöglich gemacht, da er nicht mal die Hälfte seine Punkte anerkannt bekäme..

es zählen nur die Scheine, die Studieninhalte abdecken!!!

Natürlich geht es um Studieninhalte. Deshalb soll man doch eine detaillierte Beschreibung der Module bzw. Veranstaltungen abgeben.

Ja klar, die Sachbearbeiter lassen sich von dem Studenten die Mitschriften aller Vorlesungen schicken und gehen sie dann durch...

Mal ehrlich Annerkennungsverfahren sind schon immer pi-mal-Daumen Angelegenheiten. Von dem Umstand, dass "Annerkennungsverfahren" allein schon beweist, dass der Ba/Ma eben nicht allgemein und international ist.

Werte Ministeriumsmitarbeiter, die Bezeichnung Anerkennungsverfahren impliziert die Prüfung der Möglichkeit einer Anerkennung nach einem vorher festgelegten, einheitlichem Vorgehen. Wenn überhaupt wird eine Klausur zur sofortigen Bearbeitung vorgelgt (Kompetenz = Wissen wie im meiner Klausur) oder das Modulhandbuch plus Prüfungsordnung auf Wort, Punkt, Komma und Schriftgröße verglichen. Das wären dann wohl die Studiumsinhalte. So wars doch gewollt, oder?

Antwort des Wissenschaftsministeriums:

§ 63 Abs. 2 Satz 2 Hochschulgesetz sieht vor, dass Leistungen, die in anderen Studiengängen oder an anderen Hochschulen erbracht worden sind, bei Gleichwertigkeit angerechnet werden. Die Gleichwertigkeit bezieht sich dabei auf die erworbenen Kompetenzen bzw. Lernergebnisse. Eine Anrechnung ist vorzunehmen, sofern keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich der erworbenen Kompetenzen bestehen.

Es wird einzig auf die Inhalte abgestellt.

leider wird das so nicht gemacht, bei uns wird einfach möglichst WENIG anerkannt von fremden Hochschulen - den Eindruck hat man.

Ich habe bereits eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert und würde mir gerne diese für das zwei wöchige außerschulische Praktikum anerkennen lassen. Dies ist nicht möglich.

keine Ahnung

Das habe ich leider ganz anders erlebt!

Weiß ich nicht

leider nein.

Die staatlichen Prüfungsämter schauen nur auf die Note, oder was die jeweilige Bezirksregierung anerkannt hat.

In meinem Aufbaustudium wurden die beruflichen Kompetenzen, als auch die Studieninhalte berücksichtigt. Jedoch es gibt keine einheitliche Verständigung über bestimmte Anerkennungen und jeder Dozent entscheidet nach eigenem Ermessen.

Kompetenzen spielen bei meinem Anerkennungsverfahren keine Rolle.

Schön wäre es.

Nein, übrigens auch bei alltäglichen Prüfungen nicht.

Gleichwertige Studieninhalte waren Voraussetzung für die Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen, das wurde vorab durch ein Learning Agreement sicher gestellt.

Es ging nur um die Punkte, die man für einen Kurs bekommen hat. Der Rest interessierte nicht.

Erstmal prüfen unsere Professoren und nicht die Hochschule im Allgemeinen. Leider haben wir ein paar Professoren, denen es wirklich 1:1 auf ihren Lehrplan ankommt. Ich hatte nur einen Professor gefunden, der mir meine im Ausland erworbenen Qualifikationen ohne großes Bitten und Betteln anerkannt hat.